Jeder Pferdebesitzer, jede Reiterin und erst recht jeder Züchter hat mit vielen verschiedenen Facetten der Tiergesundheit zu tun. Dieser schwört auf seinen Tierarzt mit Röntgengerät und Medikamenten, der nächste lässt sein Pferd verständnisvoll von einem Geistheiler betreuen, und die letzte will jede Malaise über eine Korrektur der Hufstellung in den Griff bekommen.

Eins eint sie alle - sie wollen, dass das Pferd gesund ist, und fast immer führen verschiedene Wege zum Ziel.

Die Pferdeosteopathie versteht sich als Ergänzung bestehender Verfahren und Ansätze, mit Schwerpunkt in der medikamentenfreien und an der Anatomie des Pferdes orientierten Behandlung von Erkrankungen oder Einschränkungen. Hierbei wird nicht symptomzentriert ein Schmerz oder Ausweichverhalten isoliert betrachtet, sondern nach Gründen für das Auftreten gesucht, um auch langfristig einen Behandlungserfolg erzielen zu können.

Wie auch beim Menschen spielen viele Faktoren in das Wohlbefinden des Tieres, beispielsweise

  • Haltung (Box, Paddock, Offenstall, Mischformen)
  • Ernährung (Rauhfutter, Kraftfutter, Zusatzfutter, Menge und Darreichungsform)
  • Trainingszustand (gelegentliche Ausritte, regelmäßiger Leistungssport)
  • Vorerkrankungen (Arthrose, Herz- und Kreislaufsystem)
  • psychische Belastungen (Stress in der Herde, Konflikt mit Reiter)

und viele weitere. Diese übergreifende Betrachtung wird häufig auch als ganzheitliche Diagnostik und Behandlung bezeichnet - und ist nicht auf das Pferd beschränkt.

Als Pferdeosteopathin (und mit der Erfahrung aus der Osteopathie am Menschen) kann ich nicht alle Probleme, die in der Untersuchung auftreten, als alleinige "Heilsbringerin" lösen. Je nach Fall ist die Zusammenarbeit mit Halter, Tierärztin oder Hufpfleger essentiell - und vielleicht gibt es auch bei Reiterin oder Reiter ein Thema, das in der Humanmedizin besser aufgehoben ist.

Im Endeffekt geht es doch darum, Sie und Ihr Pferd ins (gesundheitliche) Gleichgewicht zu bringen.